Mythen der Antike_Mythen der Gegenwart

Eine Kooperation von Keramik Art Craft
und Grafik- und Kommunikationsdesign

Unter Umständen bedarf es ein wenig länger Zeit, um ein innerschulisches Gemeinschafts-
projekt zur Präsentationsreife zu bringen.
Im Fall der Griechischen Vasen vergingen nahezu 2 Jahre an Planungs-, Aufbereitungs-, und Herstellungszeit bis zur ersten Ausstellung der fertigen Objekte bei der Langen Nacht der
Museen in den archäologischen Sammlungen der Universität Graz am 7. Oktober 2017.

01_Projekt Griechische Vasen KCA_GKD 2017-2

04_Projekt Griechische Vasen KCA_GKD 2017-2

Betreut wurden die SchülerInnen von mehreren Lehrkräften aus den Bereichen Darstellung und Komposition, Atelier und Produktion und Deutsch.

Die „Vasenrohlinge“ wurden, nach Aufbereitung exakter grafischer Vorlagen typischer
griechischer Gefäßformen, im Gießverfahren in den Werkstätten der Keramik hergestellt. Nach dem Rohbrand konnten die Vasen mit einer speziell hergestellten keramischen Farbe, einer
Sinterengobe, von SchülerInnen der Grafik- und Kommunikationsdesign nach eigenen
Entwürfen bemalt werden und wurden anschließend noch einmal bei etwa 1100°C gebrannt.

03_Projekt Griechische Vasen KCA_GKD 2017-2

02_Projekt Griechische Vasen KCA_GKD 2017-2

In weiterer Folge werden sich auch SchülerInnen der Keramik Art Craft mit den Möglichkeiten gegenwartsbezogener bildhafter Gestaltungsmöglichkeiten auf antiken Gefäßformen
auseinandersetzen und damit das Projekt „Griechische Vasen 2.0“ einleiten.

ortweinschule.at

Keramik Art Craft @ Claydays 2017

SchülerInnen und AbsolventInnen aller Jahrgänge des Ausbildungsschwerpunkts
Keramik Art Craft und der Meisterklasse für Keramische Formgebung der HLA für Art & Design an der HTBLVA Graz – Ortweinschule zeigen eine Auswahl ihrer keramischen Arbeiten während der Claydays 2017, dem 11. internationalen Töpfermarkt in Graz am Karmeliterplatz.

Layout: Lisa "Yoshi" Manninger Objekt und Fotografie: Hannah Teuschl

Layout: Lisa “Yoshi” Manninger
Objekt und Fotografie: Hannah Teuschl

Zu sehen ist die Ausstellung im Foyer des 1. Stocks im Haus der Steirischen  Volkspartei,
Karmeliterplatz 6, Graz.

Öffnungszeiten:

Freitag, 18. August        12 – 18 Uhr
Samstag, 19.August      10 – 18 Uhr
Sonntag, 20. August     10 – 18 Uhr

Eröffnung zu “ohne Titel, ohne Anrede”

im Schaudepot des Museums für Geschichte, Graz

Für Beate Gatschelhofer, Absolventin der Meisterschule für Keramische Formgebung 2016, war es mit Sicherheit ein besonderes Ereignis. Im Rahmen ihres Ortweinstipendiums des Landes Steiermark bot sich die Möglichkeit, mit der keramischen Installation „ohne Titel, ohne Anrede“ auf die sehr spezielle Raumsituation im Schaudepot des Museums für Geschichte zu reagieren.
Eröffnet wurde die Präsentation von Museumsleiterin Bettina Habsburg-Lothringen, begleitet von sehr eindrücklichen Beiträgen durch Christiane Kada, Abteilung 9 Kultur, Europa, Außenbeziehung, durch Mentorin Katharina Swoboda, Multimedia-Künstlerin und nicht zuletzt einer sehr persönlichen Werkschilderung von Beate Gatschelhofer.

Beate Gatschelhofer_ohne Titel, ohne Anrede

Von links: Beate Gatschelhofer, Bettina Habsburg – Lothringen, Christiane Kada, Katharina Swoboda

Intervention im Raum

“Das Nebeneinander von zeitgenössischer Keramik und den Objekten der Kulturhistorischen Sammlung des Museums für Geschichte erzeugt ein Spannungsfeld, in dem Fragen zum
Wandel von Kleidung und Kleidungsnormen von einst und heute aufgeworfen werden. Das scheinbare Fließen der Porzellanobjekte verdeutlicht die sich ständig verändernden Kleidungsnormen mit den dahinterstehenden Werten und gesellschaftlichen Übereinkünften. Die
Unterschiede in der Oberflächengestaltung heben die Diversität der einzelnen Objekte hervor und nehmen Bezug auf verschiedene Kleidungsstile.

Die keramische Installation soll als Intervention auf die Gewichtung, die wir als Gesellschaft der Kleidung zuschreiben, aufmerksam machen.”

Aus dem Begleittext zur Objektbeschreibung, Beate Gatschelhofer, 2017